Zehn Kartons und ein Sofa sagen mehr über deinen Platzbedarf aus als die Größe deiner Wohnung. Miss zuerst die Dinge, die du wirklich einlagern willst. Plane dann den Zugang – und prüfe zuletzt die Maße des Angebots.
Erst die Packliste, dann die Quadratmeter
Schreibe die großen Gegenstände einzeln auf. Fasse nur Dinge zusammen, deren Außenmaße gleich sind, zum Beispiel sechs gleiche Kartons. Miss mit Verpackung, Griffen und herausstehenden Teilen. Wenn du ein Möbelstück zerlegst, zählt das Maß seiner tatsächlich eingelagerten Teile.
Notiere neben Länge und Breite auch die Höhe. Du brauchst sie für Türöffnungen, niedrige Decken und mögliche Stapel. Für die Grundfläche zählt dagegen zunächst Länge × Breite. Ein Kubikmeter beschreibt ein Volumen; er lässt sich ohne Annahmen über die Höhe und Anordnung nicht einfach in Quadratmeter umrechnen.
| Gegenstand im Rechenbeispiel | Länge | Breite | Anzahl | Grundfläche |
|---|---|---|---|---|
| Sofa | 200 cm | 90 cm | 1 | 1,80 m² |
| Karton | 60 cm | 40 cm | 6 | 1,44 m² |
| Zusammen, ungestapelt | 3,24 m² |
Das sind Beispielmaße. Miss dein eigenes Sofa und deine Kartons: Zwei ähnlich aussehende Gegenstände können deutlich unterschiedliche Außenmaße haben.
Deine Grundfläche berechnen
Der Rechner addiert die rechteckigen Grundflächen deiner Gegenstände. Die sechs Kartons stehen im Beispiel nebeneinander auf dem Boden. Wenn du sicher stapeln kannst, erfasst du stattdessen die Zahl und Außenmaße der fertigen Stapel. Prüfe vorher, ob Inhalt, Verpackung und Untergrund das zulassen.
Beispielwerte sind eingetragen. Ersetze sie durch deine Maße in Zentimetern. Jeder Gegenstand wird ungestapelt gerechnet.
Die Summe prüft keine Raumform, Stapelung oder Türöffnung. Gleiche sie mit dem Grundriss des Angebots ab.
Die Summe ist eine Planungshilfe. Eine Fläche mit derselben Quadratmeterzahl muss nicht passen. Ein langer, schmaler Raum, eine Säule oder eine Tür in der falschen Position kann die Anordnung verhindern. Der Rechner prüft weder das räumliche Packen noch Tragfähigkeit, Stapelsicherheit oder Feuchtigkeit.
Platz zum Herankommen einplanen
Überlege vor dem Einräumen, welche Dinge du während der Mietzeit brauchst. Saisonartikel, Ersatzteile oder Arbeitsmaterial sollten erreichbar bleiben. Selten benötigte Gegenstände können weiter hinten stehen.
Plane den Zugangsbereich mit konkreten Maßen. Ein beispielhafter freier Streifen von 0,60 m × 2,00 m beansprucht 1,20 m². Zusammen mit den 3,24 m² im Rechenbeispiel sind das 4,44 m². Ob der Streifen für deinen Transport und die tatsächliche Anordnung ausreicht, musst du vor Ort prüfen; er ist keine allgemeine Empfehlung für eine Gangbreite.
Trage diese zusätzliche Fläche bei Bedarf im Rechner ein. Sie wird einmal zur Summe addiert. Ein gezeichneter Grundriss hilft anschließend, Überschneidungen und unbrauchbare Restflächen zu erkennen.
Auch der Transportweg muss passen
Die Raumtür ist nur eine Station. Vom Fahrzeug bis zur Fläche können ein schmaler Flur, eine Treppe, eine niedrige Durchfahrt oder ein kleiner Aufzug liegen. Miss den größten Gegenstand so, wie du ihn transportierst, und prüfe Engstellen auch beim Drehen.
Ein passendes Angebot auswählen
Nutze die berechnete Fläche als Einstieg in die Suche. Vergleiche anschließend die nutzbaren Innenmaße, Fotos, Zugang und erlaubten Gegenstände. Fehlen Maße, frage den Anbieter gezielt danach, bevor du buchst. Eine Beschreibung wie „große Garage“ ersetzt diese Angaben nicht.
Ob für deine Gegenstände eher ein Keller, eine Garage oder eine Halle infrage kommt, zeigt der Vergleich der Flächenarten. Wenn du nur einen Teil einer größeren Halle brauchst, lies die Checkliste für Teilflächen.
Vergleiche erst danach die Kosten für deinen Zeitraum. Ein günstiger Quadratmeterpreis gleicht eine unnötig große Einheit nicht automatisch aus. Die Kostenhilfe mit Preisbeispielen zeigt dir die Rechnung.