Vor dem Mieten eines Lagerraums sollte klar sein, welche Fläche du wofür, wie lange und zu welchem Gesamtpreis nutzen darfst. Eine eindeutige Vereinbarung hilft dir dabei, Angebote zu vergleichen und spätere Unklarheiten zu vermeiden. Die folgende Checkliste kannst du auch vor einer Buchung auf Lagery durchgehen.
Was wird vermietet und wer ist dein Vertragspartner?
Halte die Parteien und die konkrete Fläche eindeutig fest: Anschrift, Raum oder Einheit, nutzbare Größe und gegebenenfalls eine Skizze der Grenzen. Bei einer Hallenteilfläche gehören gemeinsam genutzte Wege und ausgeschlossene Bereiche dazu. Der mietrechtliche Ausgangspunkt ist die vereinbarte Gebrauchsüberlassung gegen Miete; der Raum muss sich für den vereinbarten Gebrauch eignen. Grundlage: § 535 BGB.
Auf Lagery schließen Anbieter und Mieter den Miet- oder Nutzungsvertrag über die Fläche. Lagery vermittelt und unterstützt die Abwicklung; die Plattform ist nicht selbst Vermieter oder Lagerhalter. Der im Angebot ausgewiesene Anbieterstatus und die Anbieterangaben helfen dir, deinen Vertragspartner zuzuordnen. Quelle: Lagery-AGB, Abschnitt 2.
Diese Angaben vor dem Abschluss vergleichen
| Punkt | Was du konkret festhalten oder prüfen solltest |
|---|---|
| Mietgegenstand | Welcher Raum, welche Einheit oder abgegrenzte Teilfläche gehört zur Vereinbarung? |
| Erlaubte Nutzung | Welche Gegenstände, Mengen und Tätigkeiten sind erlaubt, welche ausgeschlossen? |
| Zugang | Schlüssel oder Code, Zugangszeiten, Terminabsprache, geteilte Wege und Anlieferung |
| Preis | Mietbetrag für die gebuchte Einheit, Abrechnungszeitraum, Gebühren, Steuerhinweise und vereinbarte Zusatzkosten |
| Laufzeit | Beginn, festes Enddatum oder laufende Buchung, Verlängerung und Kündigung |
| Zustand und Ausstattung | Tatsächlich vereinbarte Merkmale, vorhandene Schäden und mitvermietete Gegenstände |
| Rückgabe | Räumung, Übergabetermin und Rückgabe von Schlüsseln oder anderen Zugangsmitteln |
Verlasse dich bei der erlaubten Nutzung nicht allein auf die Flächenbezeichnung. Gerade bei einer Garage müssen die tatsächlichen Nutzungsregeln geklärt sein; dazu gibt es den Ratgeber zur Garage als Lagerraum.
Wenn eine Kaution oder eine zusätzliche Leistung vereinbart werden soll, kläre Betrag, Zweck, Abwicklung und Rückzahlung vorab. Nimm einen Versicherungsschutz nicht ohne konkrete Versicherungsbedingungen an. Lagery ist nach den AGB, Abschnitt 2 kein Versicherer.
Brauche ich einen unterschriebenen Vertrag oder eine PDF-Vorlage?
Eine PDF-Datei allein sagt nichts darüber aus, ob Inhalt und Form zu deinem Vertrag passen. Für neu abgeschlossene Mietverträge über Räume, die keine Wohnräume sind, gilt: Wird ein Vertrag über mehr als ein Jahr nicht in Textform geschlossen, gilt er grundsätzlich als auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Rechtsfolge ist also nicht automatisch ein unwirksamer Vertrag. Grundlage: § 578 Absätze 1 und 2 BGB.
Textform verlangt eine lesbare Erklärung mit Nennung der erklärenden Person auf einem dauerhaften Datenträger. Entscheidend sind die gesetzlichen Voraussetzungen und die nachvollziehbar festgehaltenen Vereinbarungen; eine bestimmte Dateiendung ersetzt sie nicht. Siehe § 126b BGB.
Diese Checkliste ist deshalb bewusst keine universelle Mietvertragsvorlage zum Ausfüllen. Bei einer Buchung auf Lagery prüfst du die konkreten Angebots- und Vertragsangaben im Buchungsablauf und bewahrst die Bestätigung auf.
So dokumentiert Lagery die Buchung
Je nach Angebot gibt es eine Buchungsanfrage oder eine Sofortbuchung. Eine unverbindliche Anfrage startet noch nicht die vertragliche Stornofrist. Bei der Sofortbuchung führt der Buchungsbutton zunächst in den Zahlungsprozess; der verbindliche Abschluss erfolgt nach den Lagery-Bedingungen erst mit erfolgreicher Bestätigung im finalen Zahlungscheckout. Prüfe dort Zeitraum, Einheit, Gesamtpreis und Bedingungen. Quellen: AGB, Abschnitte 6 und 7, Stornobedingungen, Abschnitt 2.
Nach dem Abschluss wird die Buchungsbestätigung im Nutzerkonto dokumentiert. Die Vertragsbestätigung mit den vereinbarten Bedingungen wird außerdem per E-Mail übermittelt und kann dauerhaft gespeichert werden. Halte zusätzliche buchungsrelevante Absprachen nachvollziehbar in der Plattformkommunikation fest. Eine Nachricht ersetzt nicht den erforderlichen Buchungs- und Zahlungsabschluss. Quelle: AGB, Abschnitt 6.
Laufzeit, Kündigung und Widerruf auseinanderhalten
Prüfe vor einer laufenden Buchung, wann der nächste Abrechnungszeitraum beginnt und wann eine Kündigung wirksam wird. Die konkret vereinbarten Bedingungen stehen in deinen Vertragsunterlagen. Auf Lagery findest du die Erläuterungen unter Stornierung und Widerruf und die öffentliche Funktion unter Verträge hier kündigen.
Ein gesetzliches Widerrufsrecht ist eine andere Frage als eine freiwillige Stornomöglichkeit. Ob es für den konkreten Flächenvertrag besteht, hängt unter anderem vom Anbieterstatus und der Vertragsgestaltung ab. Gehe deshalb nicht von einer pauschalen kostenfreien Rücktrittsmöglichkeit bei jedem Lagerraum aus. Anwendungsbereich und Ausnahmen: § 312 BGB und § 312g BGB; für die Buchung gelten die jeweiligen Widerrufsinformationen.
Daneben besteht bei einer eigenen Mietergebühr ein gesonderter entgeltlicher Plattformvertrag mit Lagery. Die dafür geltenden Verbraucherrechte sind auch bei einer Fläche von einem privaten Anbieter zu beachten. Quelle: Lagery-AGB, Abschnitt 10 und Widerrufsinformationen.
Checkliste für Abschluss und Übergabe
Wenn noch Angaben fehlen, nutze im Inserat „Anbieter kontaktieren“, bevor du den Abschluss startest. Die Kostenübersicht hilft dir, Monatsmiete und tatsächliches Budget voneinander zu unterscheiden.